Pocketbike
Pocketbike
Unter dem Begriff Pocketbike versteht man kleine, motorisierte Zweiräder, die eine maximale Größe von 110 cm x 50 cm x 50 cm nicht überschreiten. Diese kleinen “Taschen-Motorräder” sind optisch den “normalen” Motorrädern angepasst, oftmals stellen die Kleinen sogar haargenaue Kopien ihrer großen Brüder dar. Pocketbikes sind eben nur kleiner und hierdurch natürlich deutlich günstiger. Ein Pocketbike kann je nach Ausstattung und Design bereits ab 100 Euro erworben werden, für ein konventionelles Motorrad hingegen müssen Käufer einige tausend Euro bezahlen.
Oftmals werden Pocketbikes auch als Minibikes bezeichnet, wobei dieser Begriff nicht korrekt ist, da diese mit einem Hubraum von mindestens 50 Kubikmeter ausgestattet sein können. Pocketbikes hingegen werden lediglich mit einem Hubraum von 39 – 50 Kubikmetern und Zweitaktmotoren angeboten. Die Technik dieser Motoren ist im Vergleich zu den oft komplizierten Schaltgetrieben der größeren Motorräder sehr einfach. Hier wird die Antriebsenergie über eine Fliehkraftkupplung an eine Antriebskette übertragen, die diese dann an das Kettenblatt für die Fortbewegung weiterleitet. Die Motoren werden je nach Modell mit einem Seilzug angelassen, weniger selten ist die Verwendung von elektrischen Startern.
Als Bremsen für das Pocketbike werden sowohl Vorderrad wie auch Hinterradscheibenbremsen verwendet, die in der Regel schwimmend gelagert werden. Bei einigen Modellen werden heute sogar hydraulische Bremsanlagen verwendet.
Das Pocketbike ist in den meisten Fälle kein Fahrzeug, welches für den Betrieb auf öffentlichen Straßen zugelassen ist. Ein Pocketbike erfüllt grundsätzlich nicht die Anforderungen an die Straßenverkehrsordnung, weshalb auch Versicherungen keinen entsprechenden Schutz bieten. Das Fahren auf öffentlichen Straßen ist deshalb strafbar und wird von der Polizei geahndet. Nur wenige Pocketbikes sind aktuell für den Straßenverkehr zugelassen, für den Betrieb wird jedoch ein Führerschein der Klasse M, der ab 16 Jahren erworben werden kann, benötigt. Analog einem Kleinkraftrad wird zusätzlich eine spezielle Haftpflichtversicherung benötigt, die bei eventuellen Unfällen für Schäden Dritter eintritt. Auch sollte darauf geachtet werden, passende Motorradbekleidung beim Pocketbike fahren zu tragen.
Pocketbikes sind daher eher als Motorsportgerät anzusehen, welches nur auf abgesperrten Geländen genutzt werden kann. Zu beachten ist lediglich, dass das Höchstgewicht des Fahrenden auf 120 Kilogramm beschränkt ist. Ansonsten bietet das Fahren auf Pocketbikes natürlich viel Spaß, denn es werden zum Teil recht hohe Geschwindigkeiten erzielt. Fahrer, die das Fahren auf einem Pocketbike zu ihrem Hobby machen wollen, können sich in größeren Städten auch speziellen Sportclubs anschließen. Zudem gibt es mitunter Stadtmeisterschaften, wo man sein Können mit anderen Motorsportbegeisterten messen kann. Auch Deutsche Meisterschaften werden mittlerweile durchgeführt. Daran können nicht nur Erwachsene, sondern sogar Schüler unter 16 Jahren teilnehmen.